79 Einträge vorhanden


Kommentar des Autors:Statistik:

so,das ist dann nun mein teil der arbeit. sollte jemandf damit schwierigkeiten haben oder so, bitte melden. ansonsten viel spaß damit!

Bewertung:6
Abgegebene Stimmen:1

Der Beitrag wurde 6034 mal aufgerufen.
Beitrag bewerten | Beitrag dem Admin melden


ZUsammenfassung von LIsa



Die kleinen Gattungen der Dichtung (Reclam S.407-413)
• Phaedrus

• Ca. 15 v. Chr.- 45 n. Chr., aus Thessalien
• Freigelassener des Augustus oder des Tiberius
• Romanisierter Grieche
• Gab unter Tiberius und dessen Nachfolgern 5 Bücher mit Fabeln heraus
• Phaedrus war der Erste der die Fabel in jambischen Senaren schrieb
• Vorher war die Fabel nur unselbständiges Element in größerem (epischen) Kontext gewesen, oder als prosaische Sammlung vorhanden
• D.h. subliterarische Gattung zur Gattung gebracht
• Phaedrus beanspruchte die Verfasserschaft mit seinem Namen, er orientierte sich zwar an Äsop (Grieche der Fabeln verfasste), aber im Prolog zum 4. Buch will er seine Fabeln nur noch als äsopisch angesehen wissen
• Fabeln durch Prologe eingeleitet, durch Epiloge beendet
• Darin Äußerungen über seine Person
• Prolog zum 3. Buch: -die Fabel sei erfunden, damit sozial niedriger Stehender seine Meinung ungestraft äußern kann, durch die Bildlichkeit sei er vor dem Vorwurf der Verleumdung geschützt
• Fabel wurde tatsächlich zur Kritikübung genutzt
• Phaedrus war stolz auf seine Werke und wollte gleiches Ansehen wie Äsop, ABER sowohl Seneca als auch Quintilian erwähnten ihn nie wenn sie von den Fabeln des Äsop berichteten
• Nur Avianus nennt Phaedrus in seiner Einleitung
• Seine Fabeln in elegischen Distichen
• Erst Pithou (1596) edierte den Inhalt der Phaedrus-Handschrift
Phaedrus´Bücher: Fabulae Aesopiae, 5 Bücher


b) Aules Persius Flaccus
• 4.12.34 – 24.11.62, aus Volaterrae in Etrurien, ritterlicher Abkunft, vermögende Eltern
• Sehr gute Bildung
• Starb vor Veröffentlichung seiner Werke
• Der Grammatiklehrer Remmius Palaemon von Quintilian war auch Aules Lehrer
• Aules´ Denken vom Stoiker Lucius Annaeus Cornutus geprägt, von Lukan bewundert
• Kühles Verhältnis zu Seneca
• Aules Freund Caesius Bassus gab seine 6 Satiren (die seinen Ruhm begründeten) nach seinem Tod heraus
• 1.Stück: Literaturkritik: Ablehnung der Dichtkunst
• 2. Stück: das wahre Gebet
• 3. Stück ist ein Protreptikos: Aufforderung, sein Leben gemäß den Maximen der Philosophie zu führen
• 4. Stück: Antrieb zur Selbsterkenntnis (in sich selber hinabzusteigen)
• Sehr anspruchsvolle (schwer verständliche) Ausdrucksweise
• Lebenswerk weniger als 700 Verse
• Gedichte sind breit und zuverlässig überliefert
• Werke: 6 Satiren von Lucilius und Horaz beeinflusst
• In Hexametern mit einem Prolog in Hinkjamben

c) Titus Calpurnius Siculus
• Bukoliker , aus neronischer Zeit, armer Poet
• Schlichter Stil (im Vergleich zum damals üblichen)
• 7 Eklogen, 1.,4.,7., enthalten in bukolischer Szenerie massiven preis des Kaisers Nero
• Das 2. Und 6. Stück beruhen auf dem Motiv des wEttgesangs
• Der Rest hat rein postorales Gepräge
• Calpurnius gab unverhehlt zu gern Zugang zum Kaiser haben zu wollen
• Betrachtete sich als Nachfolger Vergils
• Hat jedoch ganz anderen stil als sein Vorbild

d) Die Carmina Priapea
• Anonyme Sammlung von 80 Gedichten in Hendekasyllaben, elegischen Distichen oder Hinkjamben
• Thema: Fruchtbarkeitsgott Priapos (Symbol: übergroßer Phallus)
• Widmungsepigramme, Drohnungen gegen Gartendiebe u. a.
• Wurde in Rom sehr beliebt
• Vermutete Entstehungszeiten schwanken von „augusteisch“ bis „nach Martial“, also umstritten
• Verbindung von poetischer Perfektion und dreister Frivolität

d) Ilias Latina
• Anonyme Bearbeitung der homerischen Ilias in 1070 Hexametern
• Vor 68 n. Chr. Entstanden
• Verkürzt das Original ungleichmäßig
• Da die Verse 899ff. auf julisch – claudische Dynastie verweisen muss die Lateinische Ilias vor 68 n. Chr. Entstanden sein
• Im Mittelalter viel gelesen


Geschichte und Geographie (Reclam S. 414-421)
• Geschichtsschreibung in julisch – claudischer Zeit

Die Geschichtsschreiber der frühen Kaiserzeit waren zumeist republikanisch gesinnt und standen der Monarchie ablehnend gegenüber. Sie behandelten die Bürgerkriege und dden Anfang der monarchie. Erhalten ist von ihren Werken fast nichts. Die bekannteren Autoren waren:
a) Aulus Cremutius Cordus:
• Eröffnete die Monarchie ablehnende Darstellungen
• Er hatte Caesar-Mörder gepriesen und Gaius Cassius (Caesar-Mörder) als letzten Römer benannt
Er wurde wegen Hochverrats angeklagt und zum Tode verurteilt (25 n. chr.), gab sich selbst den Tod
• Seine Werke wurden vernichtet, aber seine Tochter konnte einzelne stücke retten (wohl Annales)
b) Aufridius Bassus: keine offenen Konflikte mit dem Kaiser
c) Seneca der Ältere: ebenfalls keine offenen Konflikte mit dem Kaiser

1. Velleius Paterculus
• Ca. 20 v. Chr. Geb., aus Capua, evt. Gaius als Vorname
• Verfasser des einzigen erhaltenen lateinischen Geschichtswerkes aus der Zeit des Kaisers Tiberius
• 9 Jahre Reiteroberst, dann Legat unter Tiberius in Germanien und Pannonien (4 – 12 n. Chr.)
• Quästor im Jahre 7 n. Chr., Prätor im Jahre15 n. Chr.
• Plante größeres historisches Werk
• Werk: Abriss der römischen Geschichte in 2 Büchern, 29/30 n. Chr. Geschrieben
• Name des Werkes: „Historia Romana“ nicht authentisch, stammt von Beatus Rhenanus /1520)
• 1. Buch: Untergang Trojas bis Sallusts Epochenjahr (146 v. Chr.) dem Jahr der Zerstörung Karthagos und Korinths und zugleich Wendepunkt in Roms sittlicher Verfassung
• Nimmt Übergang von der Republik zur Monarchie gar nicht wahr
• 2. Buch: bis 30 n. Chr.: Darstellung von Einzelpersönlichkeiten, Hauptheld ist Tiberius
• Exkurse über die Kolonien und Provinzen
• Betrachtungen über antike Autoren (Homer, Hesoid, röm. Schriftsteller)
• Ursachen der Dekadenz in der Literatur
• Stil neigt zu Pathos v. a. in den enkomiastischen Partien
• Tiberius´ Herrschaft erscheint als unüberbietbarer Höhepunkt römischer Staatlichkeit
• Er benutzte wahrscheinlich z. B. Cornelius Nepos´ Werk Chronica als Quelle (begründet in chronologischen Unstimmigkeiten)
• Auch Sallust und Livius als Quelle anzusehen
• Velleius wirkte auf antike Historiker sporadisch ein
• Sein Werk im16.,17.,18., Jahrhundert viel gelesen
• Im Mittelalter nahezu unbekannt





• Valerius Maximus

• Vorname unbekannt, lebte zur Zeit des Tiberius, dem er sein Werk „Facta ac dicta memorabilia“ widmete (9 Bücher), welches er nach dem Sturz Sejans schrieb
• Das Werk ist eine Beispielsammlung, die Rhetoren und Deklamatoren Material für ihre politische oder moralische Argumentation verschaffen soll
• Ähnelt den Fabelbüchern Phaedrus´, da es eine Kleingattung verselbständigt
• Die 9 Bücher sind in 95 Rubriken mit meist je 2 Abteilungen geteilt, eine für römische, die andere für ausländische Beispiele
• Exempla domestica: römische Beispiele (über 600)
• Exempla externa: ausländische (meist griechische) Beispiele (ca. 300)
• Buch 1: Religion
• Buch 2: staatliche Einrichtungen
• Buch 3-6: Tugenden
• Rest: bunte Reihe allerlei rhetorischer Gemeinplätze
• Quellen: evt. Cornelius Nepos´ Exempelsammlungen und Pomponius Rufus, Cicero, Varro, Livius
• Quelle für exempla externa: v. a. Pompeius Trogus
• Sachliche Fehlervon Valerius
• Rhetorischer Effekt war wichtiger als historische Genauigkeit
• Dass mehr römische Beispiele genannt werden ist für die Zeit des Valerius eher untypisch
• Während dem Mittelalter und der humanistischen Zeit größte Wirkung des Valerius



d) Pomponius Mela

• Aus Tringentera (bei Gibraltar) 1.Hälfte des 1. Jhs. N. Chr
• Verfasste 43/44 die 1. Lateinische geographische Schrift
• Die chorographia, 3 Bücher, in Form eines Periplus, d. h. geographische Beschreibung von Meeresküsten ausgehend
• Gibraltar ist also Anfang und Ende seiner beschrieben Reisen
• Von Mauretanien aus in östliche Richtung, dann Gallien, Germanien, die nördlichen Inseln, Skythien, Indien und der Persische Golf
• Die Aufzählung der Länder, Städte, Berge, Flüsse ist knapp und trocken, z. T. aber stilistisch sehr anspruchsvoll gestaltet
• Fügt Beschreibungen von Sitten und bräuchen, Naturereignissen, Schlachtfeldern und Wissenswertes aus Geschichte und Mythologie hinzu
• Das meiste wird er Quellen entnommen haben
• Beruft sich öfter auch auf griechische Quellen
• Schrift von Plinius dem Älteren zitiert und von Martianus Capella benutzt
• war im Mittelalter wenig bekannt
• spielte im Zeitalter der Entdeckungen eine nicht geringe Rolle




Die Fachliteratur (Reclam S.421 – 428)
a) Aulus Cornelius Celsus

• Lebte zur Zeit der Tiberius
• Verfasste Enzyklopädie
• Themen: Landwirtschaft Medizin, die Kriegskunst, die Rhetorik die Philosophie und wahrscheinlich auch das Zivilrecht
• Nur der an 2. Stelle stehende Teil der Medizin ist erhalten
• Medicinae libri VIII
• Beginnt mit Skizze der Heilkunst
• Ältestes erhaltenes Lehrbuch der Medizin aus Latein
• Werk teilt die Disziplin der Medizin in 3 Fächer
• Diätetik, Pharmazeutik, Chirurgie
• Sehr übersichtliches Werk
• Celsus war vermutlich ein Laie der sich mit der griechischen Kunst der Medizin vertraut machte
• Er wollte einem breiten Leserkreis die Medizin nahe bringen
• Ruf als Cicero medicorum wegen stilistischen Ausdrücken



b) Scribonius Largus


• Römischer arzt, verfasste medizinische Rezeptsammlung (Compositiones)
• War am Hofe tätig, begleitete Claudius 43 n. Chr. Als Leibarzt nach Britannien
• Verfasste Compositiones da es noch keine Apotheker gab
• Deshalb mussten Ärzte Medizin selber herstellen

c) Apicius

• Unter diesem Namen kursiert das einzige erhaltene Kochbuch der Römer: De re coquinaria
• 10 Bücher , knapp 500 Rezepte
• Um 100 soll ein Feinschmecker (Apicius)bin Rom gelebt haben, sein Name wurde auf Marcus Cavius
• Übertragen, er ist aber nicht Verfasser des Buches, allerdings möglicherweise Quelle dafür gewesen
• Vorliegende Form der De re coquinaria stammt vermutlich aus dem 4. Jh. N. Chr.




d) Lucilius Iunus Moderatus Columella

• Aus Gades, Zeitgenosse des Senecas
• Verfasste Werk über die Landwirtschaft: de re rustica libri
• 12 Bücher
• 1. Buch: allgemeine Fragen
• 2. Buch: Ackerbau
• 3.-5. Buch: Weinbau, Baumpflanzungen
• 6.-9. Buch: Viehzucht
• 10. Buch: Gartenbau, in Hexametern, sollte ursprünglich das Werk abschließen
• 11. Buch (auf Bitten eines Freundes hin entstanden): Gartenbau in Prosaform, Erörterung der Pflichten des villicus (des Gutsverwalters)
• 12. Buch: Pflichten der Villica
• 2. Erhaltenes Buch gehörte früherer Schrift: liber de arboribus an (macht jetzt aber fälschlicherweise das 3 Buch des Hauptwerkes aus
• Vorbild/Quelle: Cornelius Celsus´ Enzyklopädie v. a. für nicht erhaltenen landwirtschaftlichen Teil des Hauptwerkes
• Von Cato inspiriert
• Missernten führt Columella auf die Verkehrtheit der Menschen zurück
• Stil: präzise, anschaulisch, mit ungesuchter Kunst
• Sein Werk gehört zu den wertvollsten Hinterlassenschaften der römischen Fachschriftstellerei
• Geringe Resonanz des Werkes

e) Qiuntus Asconius Pedianus

• Wohl 9 v. – 76 n. Chr., vielleicht aus Patavium (Padua)
• Verfaser eines Kommentars zu Ciceros Reden (Enarrationes)
• Konzentriert sich auf historische Gegebenheiten
• Kommentare zu fünf Cicero-Reden
• Pedianus scheint hoch historisch und literarisch gebildet gewesen zu sein
• Die Erranationes schinen Teil eines Größeren Werkes zu sein
• Erhalten sind Kommentare zu:
• In Pisonen, Pro Scauro,Pro Milone, Pro Cornelio, In taga candida
• Evt 54-57 entstanden
• Sehr gründliche und objektive Werke
• Kommentar zu Ciceros Miloniana von größtem Wert, da er in diesem Ciceros Darstellung des Tatherganga widerlegt
• Die Schrift Contra obtrectatores Vergilii (gegen die Schmäher Vergils) und seine Sallust-Vita sind verloren


f) Marcus Valerius Probus

• Philologe der 2. Hälfte des 1. Jhs. N. Chr., aus Berytos (Beirut)
• Misslungene militärische Laufbahn
• Studierte alte, längst vergessene Werke
• Legte sich eine reichhaltige Sammlung von Besonderheiten des altlateins zu und berichtigte, interpunktierte und kritisierte sie
• Hatte bald Anhänger und bereitete der archaischen Strömung des 2. Js. Den Weg
• Bearbeitete Lukrez-, Vergil-, und Horazwerke und Werke älterer Dichter(Plautus?)
• Veröffentlichte grammatische Abhandlung, diese ist aber verloren
• Sein Material wurde offenbar von späteren Philologen ausgebeutet
• Probus wird von Martial als Prototyp des kritischen Philologen benannt
• Gellius nennt ihn grammaticus illustris
• Hieronymus erklärt ihn zum eruditissimus grammaticorum (dem Gelehrtesten unter den Philologen)


g) Die Juristen: Die Schulen der Proculianer und Sabiner

• Laut Pomponius sollten Labeo und Capito die Gründer zweier Rechtsschulen (proculianisch und sabinistisch) sein, sie waren Antipoten
• Es scheint als wären aber Proculus und Masurius Sabinus die Gründer (die Namen würden passen)
• Zwei verschiedenen Schulen, aber ähnlich wie philosophische Institutionen in Athen
• Beruhen auf lauter Einzelkontroversen
• Herausragender Autor war Sabinus
• Sabinus stellte Normen in einem Kompendium (Ters libri iuris civilis) zusammen
• Von Pompomius und Ulpian kommentiert



Die Epik

a) TiberiusCatius Asconius Silius Italicus

• Ca. 25 -101 n. Chr., begüterter Grandseigneur
• Erst im Alter der Dichtkunst zugewandt
• War zuvor Stadthalter in Kleinasien
• Neros letzter Konsul
• Angeblich als Ankläger tätig
• Mit Vitellius befreundet
• Kaufte nach seinem Rückzug aus der Politik das Grab Vergils und ein Gut, das Cicero gehört hatte (aus Verehrung für die Autoren)
• Epikt sagte, Silius Italicus sei der philosophischste Kopf unter den Römern
• Verhungerte (mit Absicht), weil er unheilbar krank war
• Schrieb das Werk Punica, 17 bücher, über 12000 Verse (Epos)
• Thema: 2. Punischer Krieg, Ereignisse vom Eid Hannibals bis zum Triumph Scipios nach dem Sieg bei Zama in Anlehnung an die Darstellung bei Livius
• Buch 1-7: römische Niederlagen
• Buch 11-17: römische Siege
• Buch 8-10: Schlacht bei Cannae (als negativer Höhepunkt des Gesamtwerkes)
• Buch 1-10 machen 2/3 des Werkes aus (219-216v. Chr. Wird dagestellt)
• Autor hielt Durchhaltevermögen der Römer für wichtig
• Führte den Götterapparat (den Lukan eliminiert hatte) wieder ein
• Pharaphrasen historischer Ereignisse mit willkürlich eingefügten Versatzstruckturen aus der Tradition des alten Mythos verbunden
• Übernahm viel von Homer, Vergil, Lukan, variierte zwar,aber gestaltete nicht um



b) Gaius Valerius Flaccus Setinus Balbus

• Gestorben 90 n. Chr.
• Senatorenstand, Mitglied der Priesterschaft Qiundecimviri sacris faciundis
• Begann ect erst im Alter zu dichten
• Nur 1 Werk: Argonautica , 8 Bücher, Vespasian gewidmet
• Buch 3+4 setzen den Vesuvausbruch (79 n. Chr.) voraus
• Gegenstand des Werkes ist die Sage von Jason und Medea
• Werk sollte anscheinend originaltreu Übersetzung von Apollionus von Rhodos Argonautica sein
• Eigenwilliger Stil und Erzählweise
• Möglicherweise Tacitus als Vorbild für sprachlichen Ausdruck
• Überlieferung beruht hauptsächlich auf karolingischem Kodex, ferner auch Humanistenkopien die von einer verlorenen St. Galler Handschrift abstammen


c) Publius Papinius Statius

• Geboren zwischen 40 und 50 n. Chr., wahrscheinlich 96 n. Chr. Gestorben
• Kam aus Neapel
• Kein Liebhaber-Poet, Dichter aus Profession
• Sein Vater war Lehrer
• Statius erhielt den goldenen Olivenkranz
• Scheiterte beim bedeutenden Agon, dem Kapitolinischen
• Domitian ließ zu Statius` Villa Alba eine Wasserleitung bauen
• Arruntius Stella und Witwe Lukans, Polla Agentaria waren Gönner des Statius
• Hauptwerk: Thebais, Epos, 12 Bücher:
• Streit zwischen Eteokles Polyneikes (Söhne des Ödipus)
• Zug der Sieben gegen Theben
• Vorbilder des Werkes (v. Antimachos v. Kolphon nicht erhalten) Euripides` Phönikerinnen nur z. T. Vorbild
• Also kein richtiger Vergleich möglich
• Anlehnung an Vergils Aeneis (12 Bücher, wg. Zahl 12)
• Wählte Thema des Bruderkrieges (wie Lukan) aus allgemeinmenschlichen Motiven
• Die ersten 11 Bücher: Gewalt, Krieg und Macht
• Buch 12 überwindet Hass, humanitäre Idee
• Zunehmende Entfremdung von Mensch und Welt
• Statius dämonisierte die Wirklichkeit durch dämonische Kausalkette und Bündelung allegorischer Fragen
• Werk: Silvae: 22 Gelegenheitsgedichte, 5 Bücher, meist in Hexametern, aber auch lyrische Versmaße
• Berühmtestes Gedicht: Gedicht an den Schlaf [5,4]
• Titel nach Lukans Vorbild gewählt
• Außer 5. Und letztes Buch, alle prosaische Einleitung
• Meist konventionelle Anlässe im Leben der Adressaten, der Freunde, Gönner –Kaiser Domitian an der Spitze- Gegenstand
• Anregung zu neuem Gedichttyp durch rhetorische Ekphrasis
• Vorbild Horaz und Ovid
• Meiden des Grellen, Sanftheit steht im Vodergrund
• Werk Achilleis: unvollendetes Epos über Achills Leben
• Fragment (Abbruch im 2. Buch)
• Statius erreichte den Rang eines Schulautors durch seinen flüssigen, eleganten, blühenden Stil
• Epiker der Spätantike (Claudian) und der Renaissance (Petarca, Boccacio) eiferten ihm nach
• Silvae sind Prototyp der Gelegenheitsdichtung bei Ausnus, Claudian, Solonius Apollinaris


Epigramm und Satire

Epigramm

• Kurzes auf eine Pointe zustrebendes Gedicht
• Von Griechen übernommen: ursprünglich als Grab- oder Weihepigramm
• Später rein litrerarisches Erzeugnis
• Anfänge on Naevius und Ennius über Lucilius zu Catull
• Epigramm in elegischen Distichen, oft in Elfsilblern, oder Hinkjamben abgefasst
• Proben von Cicero, Augustus und anderen sind erhalten
• Wichtig für die Römer: Lukillios (Grieche), Parodist und Spötter
• Mit über 100 Stücken in Anthologia Palatina eingegangen


a) Marcus Valerius Martialis

• Ca. 40 – ca. 102 n. Chr., aus Bibilis in Spanien
• Bekanntschaft mit Seneca und Lukan
• Schloß sich Silius Italicus, Carnius Rufus, später auch Plinius an
• 64-98 als Klient in Rom
• Bedeutendster lateinischer Epigrammdichter
• Hatte ein Gut bei Nomentum, Haus auf dem Quirinal der hauptstadt
• Wurde mit dem Ius triborum liberorum (Dreikinderrecht) ausgezeichnet
• Publizierte ab 80 n. chr.
• Wurde in den Ritterstand erhoben
• Epigrammsammlung, 15 Bücher, ca. 1200 Epigramme, meist kurze Spottgedichte, in denen Martialis schonungslos die innere Unwahrheit und Lasterhaftigkeit der damaligen römischen Gesellschaft schildert
• 1. Buch: Epigrammation liber, oft auch liber spectaculorum genannt
• Behandelt Zirkusspiele bei der Einweihung des Kollosseums (durch Titus 80 v. Chr.)
• Die zwei folgenden Bücher ( Buch 13 und 14) beschreiben den Brauch bei den Saturnalien Geschenke mit einer Aufschrift zu verschenken oder zu verlosen
• Martialis verfasste solche Aufschriften unter dem Titel Xenia (Gastgeschenke)(diese beinhalteten Ess-und Trinkbares) und Apophoreta (Mitzunehmendes)((dies waren eher Gebrauchsgegenstände wie z.B. Kleidungsstücke,Gefäße,Möbel,Bücher,Sklaven,…)
• Martialis ist Moralist und Spötter, extrovertiert
• Er war aber nicht nur Kritiker
• 1/6 des Corpus enthält sexuelle Direktheit, Catull als Vorbild
• Werk enthält Panegyrik, Schmeichelei, nennt also keine Namen derer die er angreift
• Nur Gedichte an Gönner und Kaiser nennen wahre Namen, da sie nur Lob oder freundlichen Scherz erhalten
• Martialis war dem Hof gegenüber unterwürfig und kriecherisch
• Verfasste keine hohle Rhetorik
• Sofortiger Ruhm Martialis, Buchhändler hatten seine Werke Vorrätig
• Er attackierte Plagiatoren
• Seine Wertschätzung und Wirkung blieb zu allen Epochen gleich
• Überlieferung geht auf 3 unterschiedliche spätantike Exemplare zurück



b) Decimus Iunus Iuvenalis

• Ca. 60-135 n. Chr. Aus Aquinium in Kampanien
• Letzter bedeutender römischer Satirendichter
• Fast nichts zuverlässig überliefert
• War wohl Deklamator und Redelehrer
• 16 Satiren, in 5 Büchern (16.Satire unvollständig überliefert, nur die ersten 60 Verse)
• Schildert Sittenverderbnis der römischen Gesellschaft unter Nero und Domitian
• Domitian konnte keine lebenden Personen angreifen
• Themen: sexuelle Perversionen, Schwelgerei, Elend der intellektuellen Berufe, falsche Bitten an die Götter
• Berühmt ist die 3. Satire, eine Invektive auf die Plagen und Schrecken Roms
• 6. Stück am längsten, eine Frauensatire: Die Frauen sind fast allesamt Sittenlos, oder haben andere gravierende Fehler
• Grimmige Attacken vor allem gegen obere Stände
• Mit Iuvenal hat die römische Satire den Höhenpunkt der Realitätsferne erreicht
• Iuvenal konstruierte eine eigene satirische Welt , wie die Elegiker und Bukoliker in ihren Werken
• Gegensatz zu Horaz, der ridentem dicere verum beanspruchte
• Iuvenals Dichtung entspringt seiner Empörung (facit indignatio versus)
• Er schafft zwar eine eigene Welt, aber die Inspiration kommt aus der Gegenwart
• Iuvenals Werke sind für ein Publikum bestimmt, das in einer geordneten Welt der Wohlfahrt und Biederkeit lebt und begierig ist auf Skandale und Sensationen



2. Geschichtsschreibung und Biographie (Reclam 449-453)

a) Quintus Curtius Rufus

• Lebenszeit umstritten, reicht von augusteischer Zeit bis Theodosius des Großen (4. Jh.)
• Werk: Historia Alexandri Magni, 10 Bücher, lückenhaft erhalten (Buch 1 bis Anfang 3. Buch fehlen ganz, Lück zwischen 5. und 6. Buch, und 10. Buch nicht vollständig)
• 1. Und einzige erhaltene Alexander Monographie in lateinischer Sprache
• Insbesondere von Philosophen (auch Seneca) wurde ein negatives Alexander-Bild propagiert, das auch Curtius mit seiner Darstellung Alexanders (356-323 v. Chr.) als eines Dispoten im wesentlichen übernimmt
• Buch 1-5: Ereignise bis zum Tod Dareios
• Buch 6-10: Zug nach Balchrien und Indien, bis zum Tod Alexanders und dem streit der Diadochen um seine Nachfolge
• Das Werk steht in der Mitte zwischen Geschichtsschreibung und Roman
• Curtius Rufus wollte scheinbar keine historisch korrekte Vorstellung von Alexander vermitteln
• Er bietet eine spannende, unterhaltsame Lektüre (dramaische Szenen, reißerische Reden, psychologische Deutungsversuche)
• Stil an Livius geschult
• Poetische Tönung und Einfluss der frühkaiserlichen Rhetorik
• Werk hatte in der Antike und der Spätantike wohl keine Wirkung
• Es hatte viel Erfolg bei den Humanisten wegen dem korrekten klaren Latein

b) Publius Cornelius Tacitus

• Um 55-120, sehr wenig ist von ihm bekannt
• Evt in Gallia Narbonensis aufgewachsen, wohl aus begütertem Haus
• Studierte in Rom bei Marcus aper und Iulius Secundus Rhetorik
• Wurde bewundert von seinem Freund Plinius minor
• 78 Heirat mit der Tochter des Gnaeus Iulius Agricola, ein angesehener Verwaltungsbeamter und General
• 88 Prätor unter Domitian
• 97 Konsulswürde von Nerva zuerkannt bekommen
• Danach zusammen mit Plinius Minor Ankläger im Prozess gegen erpresserischen Stadthalter
• 112/113 Prokonsul der Provinz Asien (Asia)
• Stand in Domitians Gunst
war nicht i die kabalen des hofes verwickelt



Impressum  |  Rechtshinweise  |  Sitemap  |  Kontakt  


Interessanter Blog | Suchmaschine f�r kostenlose Hausaufgaben! | sangrio Webkatalog

Impressum:
Nils Haldenwang
Lange Stra�e 15-17
49080 Osnabr�ck
Email: webmaster@easy-schoolwork.de