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Kurzreferat über Angeborene Lerndispositionen, aus der gymnasialen Oberstufe ( Klasse 12 )

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Angeborene Lerndispositionen


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Angeborene Lerndispositionen


Im Tierreich gibt es genetisch vorgebahnte bereichsspezifische Fähigkeiten.
Diese in den Genen eingelagerten „leeren Schablonen“ führen zu einer Erleichterung des Erlernens von Fähigkeiten, aber auch der Ausbildung von Ängsten. Dies bedeutet, dass gewisse Fähigkeiten auf Grund ihrer genetischen Vorlage vorhanden sind und somit leichter ausgeführt werden können.

(Ein Beispiel hierfür ist der Amerikanische Kiefernhäher, der ca. 30000 Samen an ungefähr 6000 Orten versteckt und diese problemlos auch nach Monaten wiederfinden kann.)

Beispiel Schlangenphobie:
Beim Affen verhält sich dies ähnlich. Er hat eine angeborene Lerndisposition für eine Schlangenphobie. Man hat herausgefunden, dass im Labor geborene Rhesusaffen, die bisher keine Erfahrungen mit Schlangen hatten, keinerlei Angst ihnen gegenüber zeigten. Wenn sich aber andere Affen sichtbar vor Schlangen fürchteten, entwickelte sich schnell beim zuvor noch angstfreien Tieren eine ebensolche Phobie. Dies galt auch für Videos, die den Affen gezeigt wurden, auf denen Artgenossen gezeigt wurden, die sich vor einer Spielzeugschlange fürchteten. Durch die Angst der Anderen übertrug sich die Angst auf den im Labor geborenen Affen.

Nutzen von angeborenen Lerndispositionen:
Diese Fähigkeit, eine Schlangenphobie auszubilden, erwies sich in der Evolution als sinnvoll, da diese eine Gefahr für den Affen darstellten. Daher ist eine Phobie immer artspezifisch.
Ein Video von einem sich vor einem Spielzeugkaninchen fürchtenden löste keine Phobie aus. Somit zeigt sich, dass die Angst vor Schlangen zwar nicht angeboren ist, die Bereitschaft, Schlangen zu fürchten jedoch deutlich erhöht ist. So hat sich auch in der menschlichen Evolution eine Phobie gegenüber Spinnen, Höhe und mangelndem Platz als sinnvoll erwiesen.
Allerdings haben Menschen keine Angst vor Autos, obwohl nach Schätzungen bereits 25 Mio. Menschen den Tod durch sie gefunden haben. Der englische Psychiater John Bowlby erklärte dies dadurch, dass es in der verhaltenssteuernde Apparat des Menschen entstand, noch keine Autos gab. Dies nannte er: „Umwelt der evolutionären Angepasstheit“

Beispiel des Erlernens von Sprache:
Ein weiteres Beispiel eine angeborene Lerndisposition ist das Erlernen der Muttersprache bei menschlichen Kindern. Mit etwa 1 ½ Jahren sprechen Kinder ihr erstes Wort, mit 6 Jahren beherrschen sie bereits ca. 13000 Wörter. Das Erlernen der Sprache erfolgt fast mühelos, hängt jedoch von einer zeitlich befristeten Intelligenz ab. (Vgl. Zeitfenster in der Kindesentwicklung)

Als Fazit ergibt sich für uns, dass eine angeborene Lerndisposition die Lernerfahrung steuert.



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