79 Einträge vorhanden


Kommentar des Autors:Statistik:

Eigentlich für Seminarfach. Aber naja. Kritiken macht man ja auch in Deutsch (und es hat nicht jeder so ein klasse Seminarfach wie ich "Literatur als kollektives Gedächtnis menschlicher Welterfahrung"...) (Bei Herrn Diederichs, nicht dass es noch jemand bei ihm abgibt. ;))

Bewertung:2.33
Abgegebene Stimmen:6

Der Beitrag wurde 8073 mal aufgerufen.
Beitrag bewerten | Beitrag dem Admin melden


Filmkritik zu Schwarzfahrer


 Datei-Anhang öffnen

Schwarz-Weiße Fahrt zum Ruhm



Nur 12 Minuten, die beeindrucken und zum Nachdenken anregen können: Eine politische Aussage zielorientiert verfilmt in Pepe Danquarts „Schwarzfahrer“. Der mehrfach ausgezeichnete Kurzfilm über die alltägliche Ausländerfeindlichkeit in einer angeblich toleranten Gesellschaft machte den heute in Ludwigsburg unterrichtenden Regisseur berühmt.

In einer Berliner Straßenbahn wird ein Schwarzer von einer älteren Dame energisch wegen seiner Hautfarbe beschimpft. Während er neben ihr sitzt und kein Wort sagt, führt sie einen Monolog, indem sie ihn mit gängigen Vorurteilen und Beleidigungen ohne jegliche Grundlage überhäuft. Frei nach dem Motto „Augen zu und durch“ reagiert -bis auf ein türkischer Junge, der sich kurz versucht zu wehren- keiner der Passagiere.

Nach Fotografie und Malerei, Teilnehmer an Demonstrationen und Schülersprecherdasein bezeichnet Danquart sein Leben als rebellisch. Als das Abitur vorbei war, machte er eine halbjährige Reise nach Asien und Indien. Dort wurde er mit der dort herrschenden Armut konfrontiert, ein weiterer ausschlaggebender Grund Filme zu drehen, die politische Themen behandeln und etwas verändern sollen.

„Schwarzfahrer“, ein Schwarz-Weiß-Film, indem durch gezielt eingesetzte Kameraschnitte auf die nicht handelnden „Zuschauer“ deutlich wird, dass zu wenig Widerstand geleistet wird. Ein Film gegen Ausländerfeindlichkeit, indem einer von „denen“ zum Idol des Widerstandes wird. Ein Film, in dem die Bewegung veranschaulicht wird. Alles bewegt sich, Straßenbahnen, Rolltreppen, Autos, Leute. Ausländerfeindlichkeit: Eine Bewegung, die aufgehalten werden muss, damit es nicht passiert, dass man „bald nicht mehr weiß in welchem Land man lebt“? Die Straßenbahn, die in eine andere Richtung gelenkt werden muss? Aus der Einige vielleicht sogar aussteigen müssen?
Kein Wunder, dass dieser Film auf mehreren Filmfestivals ausgezeichnet wurde und im Jahre 1994 sogar den „Oskar“ in der Kategorie „Best Live Action Short Film“ erhalten hat.
Kein Wunder, dass dieser Film auch heute noch aktuell ist und auch heute noch zum Denken anregt.
Kein Wunder, dass dieser Film oft als Ausgangspunkt für Debatten zum Thema Ausländerfeindlichkeit genutzt wird.

Kein Wunder, dass dieser Film Danquarts Schwarz-Weiße Fahrt zum Ruhm war.



Impressum  |  Rechtshinweise  |  Sitemap  |  Kontakt  


Interessanter Blog | Suchmaschine f�r kostenlose Hausaufgaben! | sangrio Webkatalog

Impressum:
Nils Haldenwang
Lange Stra�e 15-17
49080 Osnabr�ck
Email: webmaster@easy-schoolwork.de